Überwindung der Research-to-Market-Lücke in Europa: Von Horizon-Europe-Ergebnissen zu skalierbarer industrieller Wirkung

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Europa mangelt es nicht an wissenschaftlicher Exzellenz. Es mangelt an skalierbarer Markttransformation.

Auf der RTR Conference 2026 sowie in begleitenden europäischen Politikdiskussionen wurde eine strukturelle Herausforderung deutlich: Europäische F&E-Investitionen sind stark, doch globale Skalierung und kommerzielle Marktführerschaft bleiben begrenzt.

1. Politischer Kontext und strategische Relevanz

Unter Horizon Europe werden Projekte anhand der Kriterien Excellence, Impact und Implementation bewertet. Gutachter erwarten zunehmend glaubwürdige industrielle Verwertungslogik und Scale-up-Bereitschaft.

Die strategische Ausrichtung zeigt sich im EU Competitiveness Framework sowie in politischen Initiativen, die Forschung, Produktion und Markteinführung miteinander verbinden sollen.

2. Strukturelle Ursachen der Innovationslücke

Wiederkehrende Schwächen in EU-geförderten Projekten sind:

• TRL-Progression ohne validiertes Geschäftsmodell
• Pilotprojekte ohne Post-Project-Finanzierungslogik
• Überkomplexe Konsortien mit verwässertem technischen Fokus
• Regulatorische Fragmentierung zwischen Mitgliedstaaten
• Fehlende quantifizierte Impact-KPIs

Viele Projekte demonstrieren technologische Exzellenz, jedoch unzureichende Kommerzialisierungsplanung.

3. Bewertungserwartungen in Horizon Europe

Zur Erreichung hoher Bewertungen müssen Anträge darlegen:

Excellence:
• Klare technologische Differenzierung
• Methodische Robustheit
• Realistische TRL-Progression

Impact:
• Quantifizierte KPIs (z. B. 20 % Kostenreduktion, 15 % Time-to-Market-Verbesserung)
• Verwertungszuordnung pro Partner
• Industrielle Scale-up-Roadmap
• Standardisierungs- und regulatorische Ausrichtung

Implementation:
• Schlanke Governance-Struktur
• Klare Arbeitspaket-Verantwortung
• Risikomanagement mit kommerziellem Bezug

4. Praktische Checkliste für Koordinatoren

Vor Einreichung sollte sichergestellt sein:

1. Der zahlende Kunde ist eindeutig definiert
2. CAPEX/OPEX-Logik ist validiert
3. Ein Post-Project-Investitionspfad ist definiert
4. Ausrichtung auf EU-Industriestrategie ist gegeben
5. Das Konzept wurde aus Investorensicht kritisch geprüft
6. Eine regulatorische Roadmap ist integriert
7. Der Impact ist quantifiziert und belastbar

5. Wie Nexuswelt Research-to-Market-Positionierung unterstützt

Nexuswelt unterstützt Konsortien bei der evaluator-orientierten und politisch ausgerichteten Strukturierung von Horizon-Europe-Anträgen.

Unsere Expertise umfasst Research-to-Market-Strategie, Exploitation-Architektur, Impact-KPI-Design und industrielle Positionierung.

Wir beraten zudem zur Ausrichtung an Innovationspolitik und skalierbaren industriellen Deployments.

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